Die Geschichte des Trifelsverein e. V. 

„Dort wo einst die mächtige Burg gestanden, sind nunmehr einzelne schwache Ruinen zu erkennen, so dass aus dem Schutthaufen der frühere Umfang der Burg und ihr Grundriß sich nicht mehr feststellen lassen“ So beginnt das Kapitel Vorgeschichte aus dem ersten Protokollbuch des Trifelsvereins.

Durch Brände, Zerstörung und Witterungseinflüsse waren große Teile des Trifelsgemäuers zerfallen, so besonders der zum Brunnenturm führende Bogen. „Weitere Schäden sind zu erwarten, wenn nicht bald Hilfe kommt“, heißt es an anderer Stelle. Auf Anregung einiger Natur- und Geschichtsfreunde, unter ihnen besonders der königliche Polizeicommisär Geib, sollte deshalb ein Verein gegründet werden, dessen erklärtes Ziel es sei, dem weiteren Zerfall der Burgruine Trifels entgegenzuwirken. Im Schäfer´schen`Lokal wurde eine Liste zur Unterzeichnung aufgelegt, mit Erfolg, wie sich bald zeigte.

Als etwa 80 Mitglieder gezeichnet hatten, lud Professor Jahn als provisorischer Vorstand die Interessenten zur ersten Generalversammlung zum 9. November 1866 zu j. Seibel ein. Die verfassten Statuten (insgesamt sieben Paragraphen umfassend) wurden genehmigt. In einer Ausschusssitzung am 14. November 1866 wurde „zur Teilung der Arbeit“ Landrichter Becker zum 1. Vorstand, Prof. Jahn zum Rechner, Stadtschreiber Petri zum Kassierer und Realienlehrer Faber zum Schriftführer ernannt.

1867 wurden die ersten Arbeiten in Angriff genommen. Ein neuer Trifelsaufgang wurde geschaffen. Neben Aufräumungsarbeiten wurde die Brunnenausräumung beschlossen, die 1880 vollendet wurde. 1881 stattete seine königliche Hoheit Prinz Ludwig von Bayern dem Trifels einen Besuch ab. 1883 wurde die Herstellung des Brunnenturmes begonnen und der Bau einer Brücke zu diesem. Am Pfingstsamstag 188. War diese Arbeit beendet. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden vom Trifelsverein 13274 Mark für die Burg aufgewendet.

Durch die Verschmelzung der bestehenden Vereine Trifelsverein und Verschönerungsverein entstand 1900 der „Trifelsverein Annweiler“ mit dem Sitz in Annweiler.

Im 20. Jahrhundert stand immer wieder die Geschichte der Burg im Vordergrund. Umfangreiche Grabungen und anschließende Bauarbeiten haben das Trifelsbild verändert.

Nach der Wiederaufnahme der Vereinsarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte der Scherpunkt der Vereinstätigkeit wiederum. Das Land Rheinland-Pfalz wurde Bauträger. Da lag es nahe, die Aktivitäten neu auszurichten. Ausgestaltung der Burg, Trifelsfeste, Burgbeleuchtung, Wegeunterhalt und Trifelsserenaden fanden ihre Ergänzung in der Schaffung der Nachbildung der Reichsinsignien durch Professor Erwin W. Huppert, der Herausgabe der Dokumentationsreihe zur Geschichte des Trifels und des Mittelalters, der Gestaltung eines Jugendführers durch die Autoren Beck und Übel, der Veröffentlichung einzelner Informationsschriften und der maßgeblichen Beteiligung am Aufbau der Trifelsabteilung im Museum unterm Trifels in Annweiler. Exkursionen und Studienreisen zu geschichtlich bedeutsamen Orten und Ausstellungen vervollständigen das Angebot des Vereins an Geschichtsinteressierte.

Der Trifelsverein geht als einer der ältesten Burgenvereine in sein 150. Vereinsjahr. In der Vergangenheit haben immer wieder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Vereinsgeschichte mitverantwortet. Unvergessen sind Forstmann Heinrich Cramer, Pfarrer und Wasgaumaler Hermann Maurer,  Pfarrer und Trifelsforscher Georg Biundo, die Regierungspräsidenten Dr. Franz Pfeiffer, Hans Keller, Dr. Paul Schädler, Rainer Rund und Landrat Gerhard Weber.

Mögen sich auch in Zukunft immer wieder Nachfolger finden!                                               

 
 
 

 

   

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